E10, ein Irr-Treibstoff
Nahrungsmittel gehören nicht in den Tank
E10 wird als Ausweg aus der Abhängigkeitsfalle zum schwarzen Gold der Ölscheichs propagiert und soll nebenbei dafür sorgen, dass weniger, angeblich schädliches, CO2 in die Atmosphäre gelangt. Da dieses Produkt jedoch nach sozialistischer Planwirtschaftsmanier in den Markt gedrückt wurde und die Autofahrer Bedenken zur Motorlebensdauer haben, sowie mehrheitlich ablehnen, ein Lebensmittel durch den Auspuff zu jagen, ist sein Scheitern vorgezeichnet. Zudem sind bessere Alternativen bereits in Sicht, die nicht steigende Lebensmittelpreise zur Folge haben werden.
E10 im Tank
Das Festhalten am E-10-Sprit aus Klimaschutzgründen ist eine politisch grobe Fehlentscheidung, da Lebensmittelpflanzen den preislich lukrativeren "Energiepflanzen weichen, was steigende Lebensmittelpreise zur Folge hat.
Durch die Einführung des E10-Sprits sollen gleich mehrere Fliegen mit einem Schlag zur Strecke gebracht werden. Die Bauern sollen mehr Einkommen für ihre Produkte erzielen, die Natur muss weniger des für sie angeblich schädlichen CO2-Gases aufnehmen und die Abhängigkeit von Erdöl geht zurück. Leider ist es jedoch so, dass einfach gestrickte Lösungen oft nicht das halten, was sie versprechen.
Der Köllnflocken-Geschäftsführer Hans Heinrich Driftmann, der gleichzeitig Präsident vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag ist, hat bereits eindringlich vor dem E10-Sprit gewarnt, da dieser die Lebensmittelpreise steigen lässt und sein Unternehmen in Deutschland so gut wie keinen Hafer mehr bekommt, da die Anbauflächen für E10-Pflanzen verwendet werden. Wo sich das Auge am schönen Gelb der vielen Rapsfelder erfreut, findet im Stillen ein Massensterben heimischer Arten statt, wie Wissenschaftler festgestellt haben. Rapsfelder sind laut Langzeitstudien alles andere als ökologisch wertvoll. Die Zerstörung unserer Natur ist unter den Deckmänteln „Nachhaltigkeit“ und „Klimaschutz“ im vollen Gang. Zudem erhöhen derart missbräuchlich genutzte Felder die Lebensmittelpreise. Völlig unverständlich daher, dass der Bauernpräsident Gerd Sonnleitner E10-Sprit verteidigt. Er bezeichnet die Kritik am E10-Kraftstoff als unsachlich und auf falschen Fakten beruhend. Seiner Meinung nach ist der für E10 genutzte Weizen nur als Tierfutter zu verwenden, da er minderer Qualität sei.
Stellt sich nur die Frage, was die Tiere für ein Futter bekommen, wenn das bisherige Produkt als Treibstoff verwendet wird. Dass der Bauernpräsident hier die Wirkungskette aus den Augen verloren hat, ist unschwer zu erkennen. Gerade für einen Vertreter des Bauernstandes sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, dass der Anbau von Nahrungsmitteln für Mensch und Tier immer Vorrang vor dem Anbau von Energiepflanzen haben muss. Wenn dann noch Flächen brachliegen, weil der Nahrungsmittelmarkt gesättigt ist, kann selbstverständlich ein Zusatzangebot für die Energiewirtschaft erzeugt werden, um das Einkommen des Bauernstandes zu sichern. Eine Verknappung des Nahrungsmittelangebots durch zu großzügiges Anbauen von Energiepflanzen ist jedoch strikt abzulehnen.
Fahrt in den Abgrund
Was steigende Lebensmittelpreise gerade in ärmeren Staaten anrichten, konnte in den zurückliegenden Jahren mehrfach beobachtet werden. Ungezählte Tote sind Volksaufständen und Hungersnöten schon geschuldet. Dass diese Tatsache vom Umweltminister Norbert Röttgen bestritten wird, ist ein Skandal, der zeigt, dass immer weniger Leute mit Fachwissen Regierungsverantwortung übertragen bekommen. Auch das geschätzte DIW-Institut liegt in dieser Frage völlig falsch. Claudia Kemfert, Leiterin der Energieabteilung am DIW hält das Festhalten am E-10-Sprit aus Klimaschutzgründen für richtig. Solchen Leuten ist wohl entgangen, dass bereits das Getreide für eine einzige 120-Liter-Ethanol-Tankfüllung eines Geländewagens reicht, um einen Menschen ein Jahr lang satt zu machen. Allerdings weist die DIW-Expertin wenigstens zu Recht darauf hin, dass die Produktion von Biokraftstoffen nicht in Konkurrenz zu Nahrungsmitteln geschehen darf. Weitergedacht würde das bedeuten, dass Biokraftstoffe aus Lebensmittel Tabu sind, solange Hunger in der Welt herrscht.
Dass diese Nahrungsmittel nicht den Hungernden zugutekommen, zeigen die im Mai gefallenen Weizenpreise. Der Preisverfall wurde mit dem Zweifel an der Erholung der US-Wirtschaft begründet. Hier zeigt sich sehr schön, dass Weizen vermehrt zur Energie- und nicht zur Nahrungsmittelerzeugung eingesetzt wird, denn nur dann geht der Preis zurück, schließlich wird weniger davon durch den Automotor oder den Fabrikschornstein gejagt. Erst die Trockenheit in den Anbaugebieten führte dazu, dass der Preis wieder stieg. Welch ein Ganovenstück, angesichts des Hungers in der Welt einen derartig zynischen Handel mit Lebensmitteln zuzulassen. Wer dieses System stützt, macht sich mitschuldig am nächsten Aufstand der Hungrigen und der Verarmung unserer Umwelt.
Natur im Ausverkauf
Es ist unstrittig, dass ganze Urwälder gerodet werden, um Anbauflächen für „Energiepflanzen“ zu gewinnen. Der Nutzen des so gewonnenen Treibstoffs ist mehr als fragwürdig. Abgesehen von den Schäden an der Natur und der Nahrungsmittelversorgung, drohen zum Mehrverbrauch noch Schäden am Verbrennungsmotor. Gerade Wenigfahrer laufen Gefahr, die Motorlebensdauer durch diesen Sprit drastisch zu reduzieren, da der E10-Kraftstoff sich mit der fortschreitenden Standzeit des Wagens zu entmischen beginnt. Spaßvögel haben daher bereits vorgeschlagen, vor dem ersten Start nach dem Urlaub den Wagen zunächst kräftig durchzuschütteln.
Vor diesem Hintergrund ist es nur zu verständlich, wenn die überwiegende Mehrheit der Autofahrer sich diesem aufgezwungenen Wahnsinn verweigert. Es ist wenig tröstlich, dass es etwa in Brasilien gar E100 Sprit zu kaufen gibt, den speziell angepasste Motoren problemlos verarbeiten. Dieser Sprit funktioniert ausschließlich bei den moderaten Temperaturen in diesem warmen Land, da unter 10 Grad Celsius die Zerstäubung des Produkts nicht mehr gewährleistet ist. Ganz abgesehen davon, dass es nach wie vor Lebensmittel sind, die hier zu Antriebszwecken missbraucht werden und riesige Energiepflanzen-Monokulturen einer gesunden Tier- und Insektenwelt entgegenstehen.
Naturferne Monokultur: Rapsfelder
Wo sich das Auge am schönen Gelb der vielen Rapsfelder erfreut, findet im Stillen ein Massensterben heimischer Arten statt, wie Wissenschaftler festgestellt haben. Rapsfelder sind laut Langzeitstudien alles andere als ökologisch wertvoll.
Fahren mit Kohle
Es ist absolut unverständlich, dass überhaupt der Weg beschritten wird, Lebensmittel zu nutzen, um ein wenig unabhängiger vom Öl zu werden. Dieser Weg ist unnötig, da bereits 1913 der deutsche Chemiker Friedrich Bergius ein Verfahren zur direkten Herstellung von flüssigen oder löslichen organischen Verbindungen aus Steinkohle und dergleichen patentieren ließ. Für dieses Verfahren wurde er 1931 mit dem Chemie-Nobelpreis ausgezeichnet. 1925 meldeten Franz Fischer und Hans Tropsch ein Verfahren zur indirekten Verflüssigung zum Patent an.
Für eine Übergangszeit wäre dieser Weg sicher günstiger, als Lebensmittel zu verbrennen, solange alternative Kraftfahrzeugantriebe und die dazugehörende Infrastruktur noch in den Kinderschuhen stecken.
Das Kohleverflüssigungsverfahren von Bergius liefert aus 100 kg Steinkohle etwa 30 kg Leichtöle und 50 kg Schweröle sowie Asphalt. Zudem fallen 20 kg Gas, davon hauptsächlich Methan und Ethan an. Zwischen 1936 und 1943 wurden in Deutschland 11 große Kohleverflüssigungsanlagen gebaut. Die Gesamtkapazität der Kohlehydrierungsanlagen lag bei rund vier Millionen Tonnen Kohlenwasserstoffe pro Jahr.
In Folge der Ölkrise von 1973 wurde von der damaligen Bundesregierung die Errichtung von sieben Pilotanlagen zur Kohleveredelung beschlossen. Diese gingen von 1977 bis 1980 in Betrieb. Darüber hinaus wurden 14 großtechnische Anlagen mit einer Gesamtkapazität von 22 Millionen Tonnen Stein- und Braunkohle pro Jahr geplant. Der Rückgang der Ölpreise Mitte der 1980er Jahre machte diese Planungen jedoch hinfällig. Auch die Pilotanlagen gingen in der Folge nach und nach außer Betrieb.
Kommerziell sind heute noch die Kohleverflüssigungsanlagen in Südafrika drei Fischer-Tropsch-Anlagen mit einer Produktion von 160.000 Barrel pro Tag, die ungefähr ein Drittel des südafrikanischen Kraftstoffverbrauchs decken, von Bedeutung. Die Errichtung einer vierten Anlage ist vorgesehen. Das Syntheseprodukt kann hier zu einem Preis von ca. 25 $ pro Barrel erzeugt werden.
Warum holt man diesen Erfahrungsschatz nicht wieder nach Europa, zumal der Erdölpreis der aktuell über 100 $ pro Barrel liegt einen gewinnorientierten Betrieb verspricht? Neben neuen Arbeitsplätzen im Bergbau und den Hydrierwerken könnte qualitativ hochwertiger Treibstoff erzeugt werden, der weder dem Motor noch der Lebensmittelversorgung schaden würde. Spielen hier mal wieder gekaufte Gutachter oder unter Verschluss gehaltene Gutachten eine Rolle, die zur wahnwitzigen E10-Problematik geführt hat?
Unseriöse Machenschaften
Man muss keine Verschwörungstheorien bemühen, um die Realität in Sachen Energieversorgung zu beschreiben, wie die jüngst bekannt gewordene Studie der Universität Tokio darlegt. Laut dieser schon vor Jahren erstellten, sensationellen Studie könnte Japan demnach locker mit Windkraftanlagen, Solarstrom, Geothermik und Meerwasser-Wellenanlagen kombiniert mit leistungsfähigen Energiespeichern und einem „intelligenten“ Stromnetz den gesamten Energiebedarf des Landes decken. Jedoch hat der Tepco-Konzern, der ein Drittel der gesamten Stromversorgung Japans produziert, die Veröffentlichung der Studie verhindert. Ein weiteres Beispiel, das mafiöse Strukturen ganze Nationen ergriffen haben und für deren Untergang sorgen.
Künstliche Kraftstoffe dank Mikroorganismen
Kürzlich wurde zudem veröffentlicht, dass britische und amerikanische Forscher unabhängig voneinander einen Weg gefunden haben, auf umweltfreundlichem und preiswertem Weg künstlichen Treibstoff herzustellen. Das alles für etwa 13 Cent je Liter. Die Sensation beruht im Fall der amerikanischen Entwicklung zwar auf gentechnisch veränderten Mikroorganismen, die dazu gebracht wurden, aus Kohlendioxid und Wasser Dieseltreibstoff herzustellen, was angesichts des Atom-Gaus in Japan und der Mega-Umweltverschmutzung im Golf von Mexiko wohl ein geringeres Übel für eine moderne Industriegesellschaft ist, als weiter am strahlenden Irrweg festzuhalten.
Verdächtigerweise hört man von diesen Entwicklungen seit geraumer Zeit nichts mehr. Es bleibt zu hoffen, dass von interessierter Seite nicht wieder irre Summen fließen werden, um solche Entwicklungen vom Markt fernzuhalten, die zum Untergang bisheriger Energiebranchenführer führen können und neuen Anbietern den Weg zu einem lukrativen Markt öffnen. Es kann zudem davon ausgegangen werden, dass militärische Interessenten die Entdeckung endlos sprudelnder Öko-Ölquellen zunächst für sich in Anspruch nehmen. Schließlich verbraucht beispielsweise die amerikanische Air Force zehn Milliarden Liter Flugzeugsprit pro Jahr und dies auch nur in Friedenszeiten. Dieser Gedanke zu Ende gedacht, ist es wohl nicht von der Hand zu weisen, dass Bio-Sprit wohl weniger die Umwelt retten, als vielmehr die Einsatzfähigkeit des Militärs auch bei ausbleibendem Öl-Nachschub aus Wüstenstaaten sichern soll, um „umweltfreundlich“ über den Gegner herzufallen.
Cleveres Umweltmarketing hat schon auf anderem Feld zum Erfolg geführt, wie aktuell beobachtet werden kann. Immer mehr Unternehmen lagern gegenwärtig ihre hochsensiblen Daten in die „Cloud“ aus, um Strom und EDV-Kosten zu sparen. Dass diese Daten in der „Wolke“ nur zum Schein völlig gesichert sind und sich den Geheimdiensten wie ein geöffnetes Buch präsentieren, wird natürlich bestritten. Umweltschutz gleich CIA-Nutz?
Gas für viele Jahrhunderte
Auch unter unseren Füßen wurden nun Energiemengen gefunden, die in dieser Größenordnung noch für Jahrhunderte für warme Stuben und emsigen Verkehr sorgen, wenn diese endlich im großen Stil gefördert werden. Die Rede ist vom Gas. Neue Fördertechniken machen es möglich, bislang unzugängliches Schiefergas in großen Mengen zu fördern. Aber auch hier sind „Bremser“ beobachtbar, da nur zögerlich im großen Stil der Abbau begonnen wird. Die Strategie ist klar: Alte, satte Unternehmen wollen ihre Pfründe nicht verlieren und versuchen alles, um den Preis für ihre Energie hochzuhalten. Zu allem Überfluss versuchen auch noch Umweltaktivisten, diese hoffnungsfrohe Entwicklung zu behindern, indem geplante Bohrvorhaben mit juristischen Mitteln bekämpft werden. Schließlich kommt bei diesen Leuten der Strom aus der Steckdose und die Wärme liefert der Heizkörper.
Unterdrückte Alternativen
Ignoranz und Unterdrückung ist gerade im Energiesektor ein wesentliches Mittel um unliebsame Neuheiten aus dem Markt zu drücken. Schon vor Jahren wies beispielsweise der Deutsche Dr. Peter Plichta nach, dass die von ihm weiterentwickelten Silane in der Lage sind, einstufige Raumgleiter zu verwirklichen, da Silane nicht nur mit dem Sauerstoff, sondern auch mit dem Stickstoff der Luft reagieren und so ein wesentlich höherer Schub bei gleichzeitig geringerem Treibstoffverbrauch ermöglicht wird. Forschungen, die unter anderem bei der Universität der Bundeswehr München-Neubiberg durchgeführt wurden, bestätigen die Arbeiten dieses verkannten Genies.
Es kann davon ausgegangen werden, dass diese Entwicklung genau wie das ursprünglich von MBB entwickelte Staustrahltriebwerk irgendwann in amerikanischen Militärprojekten auftauchen wird, denn dort hat Technik noch einen anderen Stellenwert, als im bald flächendeckend Rad fahrenden und verarmten Europa.